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Schritt für Schritt

Am 10. August 2004 wurde – nach großem Erfolg der ersten vier Sendungen – die zweite Staffel aufgezeichnet. Diesmal bot "Der alte Pflug" am Khleslplatz im 23. Wiener Gemeindebezirk ein tolles Ambiente für nahezu 300 Zuhörer.

Blick in den wunderschönen Hof beim "Zum Alten Pflug"
Fotos: daswienerlied.at

   

Sonntag, 10. August, einer der heuer wenigen, richtig angenehmen Sommerabende. "Beginn 20:30 Uhr" war auf den Plakaten zu lesen, die – erstmals – zur Publikums-Teilnahme an der Aufzeichnung der zweiter Staffel der TV-Sendung "Echt wienerisch" eingeladen hatte. Es ist für die Produzenten gar nicht so einfach, wie man glauben möchte: ohne Publikum ginge zwar alles einfacher, man hätte wohl auch mehr Platz für die schweren Kameras und die kilometerlangen Kabel. Doch nicht nur der Fernsehzuschauer soll später von der Heurigenstimmung angesteckt werden, auch das Wienerlied selbst kann wohl nicht unter Ausschluß der Öffentlichkeit leben.

In der ersten Sendung zu sehen

Walter Heider: der Doyen des Wienerliedes, stellt "Echt wienerisch" neben seiner Stimme auch sein Fachwissen zur Verfügung
Günther Frank: er hat wegen der Moderation der Sendung eine Amerika-Reise verschoben
Hans Ecker: bringt mit seinem Trio den Titel "Wir spiel‘n weanarisch" und das Publikum in ein Stimmungs-Hoch
Duo Beyer-Pelz: "Spielt‘s was ihr wollt‘s" hören die beiden Musiker "Zum alten Pflug" von den Gästen
H.P.Ö. – "Heider Poldi Österreich: er läßt das Publikum an einer Knoblauch-Kur teilnehmen
Erich Zib mit Tochter Marion: Das Publikum kannte teils den Text, die meisten summten mit: "… mei Vater is a Hausherr und a Seidenfabrikant"

Leopold Pflug: Hausherr "Zum alten Pflug": auch er unterstützte die Produktion der zweiten Staffel
Fotos: BIGGI TiVi

Brigitte Tovornik und Ing. Erich Loibner von BIGGI TiVi, die die Sendung produzieren und sich auch um die Finanzierung kümmern, hatten sich also – in Abstimmung mit dem Ehepaar Julia und Walter Heider – entschlossen, für diese Aufzeichnung Eintrittskarten zu verkaufen und damit zu den doch recht hohen Produktionskosten zu unterstützen. 10 Euro sollte die Karte kosten, man wollte einfach sehen, "wie sich das entwickeln wird", wie Erich Loibner ein paar Tage vor dem Termin meinte. Das klang dann ein paar Stunden vor der Aufzeichnung schon anders: "Wir sind restlos ausverkauft, das Telefon von Julia Heider läuft heiß und wir mußten schon eine Menge Leute – schweren Herzens – wieder nach Hause schicken", meinte Loibner und verschwand in der Menge, die im großen Hof des Anwesens "Zum alten Pflug" am Khleslplatz auf die ersten Künstler des Wienerliedes warteten.

Biggy Tovornik und Julia Heider: den meisten Streß haben die beiden jetzt hinter sich Regisseur Erich Loibner gibt letzte Anweisungen vor dem Beginn der Aufzeichnung
Fotos: daswienerlied.at  

Die Geschichte des wunderschönen Hauses, das von außen die Geräumigkeit nicht erahnen läßt, kann bis in das Jahr 1800 zurückverfolgt werden. Es war ursprünglich ein Bauernhaus zu dem Äcker, Wiesen und auch Weingärten gehörten. Um 1870 erstand das Gebäude Lorenz Siller, der die Liegenschaft zu einer Meierei ausbaute, und einen Großteil des heutigen 1. Bezirkes mit Milch belieferte. Anno 1892 kaufte der Wiener Tierschutzverein drei Liegenschaften, worin das Haus Khleslplatz 4 enthalten war. 1937 mietete Leopold Pflug "der Erste" die Häuser Khleslplatz 4 und 5, welche er im Jahre 1954 schließlich kaufte. 1956 eröffnete dessen Sohn Leopold Pflug, "der Zweite", im Haus Khleslplatz 4 eine Fleischerei und erfüllte sich 1974 dann seinen Jugendtraum: den Heurigen. Der heutige Besitzer, Leopold Pflug "der Dritte", übernahm diese Institution 1991.

   

Die Aufzeichnung

Es ist bei weitem nicht so einfach, wie man sich das vorstellt. Und das wird für das Publikum speziell dann spürbar, wenn während der Aufzeichnung "Dürre und Hunger" herrschen. Was aber bei ein wenig Verständnis nachvollziehbar ist: denn als Fernsehzuschauer – und für diesen wird die Sendung ja schließlich hergestellt – hat sicher keiner Verständnis dafür, daß jeden Augenblick jemand durchs Bild huscht. Auch wenn es sich um eine aparte Kellnerin handelt, die leckere Speisen auf ihrem Tablett trägt. Hand auf‘s Herz: würde SIE das nicht auch stören? Doch die hochkarätige Besetzung für die zweite Staffel von "Echt wienerisch" ließ all dies vergessen, hatten doch

Gerald Arthofer
Horst Chmela
Leopold Heider
Walter Heider
Josef Köber
Victor Poslusny
Richard Pötschacher
Herbert Schöndorfer
Terumi Shima
Marika Sobotka-Beck Prof.
Herbert Sobotka
Erich Zib mit Tocher Marion
Die Weltpartie
Duo Beyer-Pelz
Ecker-Trio
Palmisano
Prof. Rudi Malat und Peter Hirschfeld
(begleiteten Walter Heider bei zwei Liedern)
und – nicht zuletzt –
Günther Frank, der wegen der Moderation der Sendung eine Amerika-Reise verschoben hatte

ihr Kommen zugesagt. Auch sie wollten, ohne Gagen zu verrechnen, dem Wienerlied zu einer Chance im Fernsehen verhelfen. Und die stehen gut: Das Wiener Traditionsunternehmen "WIesbauer" hat bereits die Grundfinanzierung für zwei Staffeln übernommen, mit weiteren Sponsoren ist BIGGY TiVi bereits im Gespräch. TW1, das Tourismus- und Wetterfernsehen des ORF, und der Kabelsender K-TV, der in Vorarlberg, der Schweiz und in Süddeutschland zu empfangen ist, haben der Sendung fixe Sendeplätze eingeräumt – einschließlich Wiederholungen. Über das "Österreich Journal", ein Nachrichtendienst für Österreichisches, versucht, die Sendungen in deutschsprachigen TV-Sendern im Ausland unterzubringen.

Helfen Sie zum weiteren Erfolg von "Echt wienerisch" mit, indem Sie die Sendungen verfolgen, Verwandte und Freunde darauf hinweisen und uns – und das ist ganz wesentlich – Ihre Wünsche, Anregungen und/oder Kritik mitteilen. Sie können das hier:

     
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erstellt am 16. 08. 04 © http://www.daswienerlied.at