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Franz Zodl starb auf offener Bühne
* 1944 – † 2010

     

     
Franz Zodl – geboren 1944 in Mödling – galt als Meister der Kochkunst und des Wiener Charmes. Der gelernte Zuckerbäcker hat seine Ausbildung zum Koch im legendären Hotel Sacher absolviert. Dem Sacher blieb Zodl 10 Jahre lang treu, bis er sich seiner eigentlichen Berufung – der Vermittlung seiner umfangreichen kulinarischen Kenntnisse – zugewandt hat. Zodl lehrte Hunderte von Köchinnen und Köchen zuerst als Vertragslehrer des Bundes, dann als Fachlehrer für Lehramtsprüfung und als Kursleiter im Fonds der Wiener Kaufmannschaft oder als Direktor der Gastgewerbefachschule am Judenplatz.

Darüber hinaus war Zodl ein exzellenter Botschafter der Wiener Küche, der mit seinem Engagement zum Erfolg zahlreicher Österreich- und Wienwochen beigetragen hat – in Kopenhagen und Johannesburg, in Moskau und Frankfurt genauso, wie in Hongkong oder Shanghai, in Tokio und Washington. Der Verband der Köche Österreichs wählte Zodl 1998 zu seinem Präsidenten und seit 2006 war der Meisterkoch der Ambassadeur des Verbandes der Köche Österreichs.

Den ÖsterreicherInnen war Zodl auch durch seine Fernsehtätigkeit bekannt. Der Pionier der Fernsehküche war acht Jahre lang der Starkoch in der Sendung "Häferlgucker" und 12 Jahre lang der Koch im "Seniorenclub".

Der Tod kam auf offener Bühne: Zodl, seit 2009 als Spitzenkoch und Pädagoge "offiziell" in Pension, gab am Abend des 18. September im Stück "Die Gigerln von Wien" im Gloria Theater in Wien-Floridsdorf einen Kellner, als er das Bewußtsein verlor. "Es ist beim Singen passiert", sagte Wilhelm Turecek, Obmann der Wiener Gastronomie, der APA. Intendant Gerald Pichiwetz versuchte noch Wiederbelebungsmaßnahmen, doch waren diese ohne Erfolg – die Vorstellung mußte abgebrochen werden.

Quellen: RK/APA

Wir werden das Andenken des Verstorbenen bewahren. 

     

Foto: daswienerlied.at   

     
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erstellt am 18. 09. 2010 © http://www.daswienerlied.at