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Prof. Franz Belay †

Prof. Franz Belay

Prof. Franz Belay (Foto: daswienerlied.at/MM)

Mit großer Betroffenheit haben wir erfahren müssen, daß Prof. Franz Belay in der Nacht auf den 29. August gestorben ist. Er hatte sich von einem Sturz nicht mehr erholen können. Die Wienerlied-Szene verliert mit ihm einen der wohl sympatischsten und bescheidensten Musiker und er wird uns immer in Erinnerung bleiben.

Unser Mitgefühl gehört nun seiner Familie – unser herzliches Beileid.

Die Redaktion

Franz Belay erblickte am 11. März 1926 im 10. "Hieb" (Favoriten) in der Knöllgasse das Licht der Welt: "Bei uns in der Familie wurde immer viel gesungen und musiziert, meine Mama spielte Zither und so erlebte ich meine Kindheit schon mit viel Musik und meine Liebe zu ihr entwickelte sich schon damals. Mit acht Jahren bekam ich meine erste Harmonika und mein gutes Gehör für die ,richtigen Töne‘ ließ mich bereits die damaligen Wienerlieder und Schlager ohne Noten, doch mit viel Begeisterung nachspielen", erzählt Belay. Später besuchte er das Konservatorium in den Ehrbarsälen im 4. Bezirk und lernte dort "mit allem Drum und Dran" richtig Akkordeon spielen, Harmonielehre etc. Dann folgten zwei Jahre an der Musikakademie. Mit seinem Freund Edi spielte er im Duett und hat im "Ronacher" unter dem strengen Auge von Prof. Emmerich Arleth die Artistenprüfung bestanden. Es folgten Auftritte im Variete "Leicht", in der "Dobner Diele, im "Simpl" und auch im Konzerthaus.

Später spielte er zwei Jahre bei der "Löwinger-Bühne", wurde.1943 zum Militär eingezogen, war zwei Jahre in englischer Gefangenschaft und kam am 1. Mai 1946 endlich wieder nachhause. "In der Nachkriegszeit spielte ich vorwiegend in Cafehäusern und Bars und mein Repertoire bestand vorwiegend aus Wienerliedern und Evergreens. 1958 bis 1962 war ich mit einer kleinen 4-Mann-Kapelle in der Schweiz tätig und wieder bestand unser Programm vorwiegend Wienermusik und Konzertstücken", erzählt Franz Belay. Es folgten Gastspiele in Italien und Deutschland, dann blieb er Wien treu, spielte zwölf Jahre bei "Judy Marchart", sechs Jahre im "Alten Hof", elf Jahre abwechselnd im Cafe "Nordbahn" und Cafe "Rosenhügel", sechs Jahre im Konzertcafe "Schmid Hansl" und zwei Jahre in der "Peterle -Bar". Und auch in diesen Jahren stand für ihn das Wienerlied immer im Vordergrund. Am 19. Oktober 2005 wurde ihm, wie er sagt, die Freude und Ehre zuteil, für sein Bemühen um die Wienermusik zum Professor ernannt zu werden.

 

Foto: daswienerlied.at   

 

 

 

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erstellt am 29. 08. 15 © http://www.daswienerlied.at