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Prof. Karl Hodina ist gestorben

Prof. Karl Hodina

Prof. Karl Hodina
(Foto: daswienerlied.at)

Am 24. März ist Prof. Karl Hodina wenige Monate vor seinem 82. Geburtstag in Wien plötzlich und unerwartet nach dem Besuch eines Fußballspiels gestorben. Er zählte nicht nur zu den besten Akkordeonspielern Wiens, sondern verschaffte der Wienermusik durch seinen unermüdlichen Einsatz und sein künstlerisches Werk einen ganz besonderen Stellenwert in der Wiener Kulturszene. Karl Hodina, gelernter Chemo- und Lithograph, stellte bereits 1962 seine ersten Ölbilder und 1966 seine Gemälde in der Wiener Galerie Basilisk aus. Die Folge einer Augenoperation war Grund dafür, daß er seinen Beruf aufgeben mußte und begann, an seiner musikalischen Laufbahn zu arbeiten.

So spielte er gemeinsam mit dem Gitarristen Edi Reiser in verschiedenen Heurigenlokalen. 1971 schrieb er den "Herrgott aus Sta" und befaßte sich intensiv mit der alten, echten Wiener Volksmusik. Damit begeistert er bis heute sein Publikum und zählt zu den herausragendsten Wienerliedinterpreten.

Neben seiner künstlerischen Laufbahn engagiert sich Prof. Hodina seit vielen Jahren als Vorstandsmitglied des Wiener Volksliedwerkes insbesondere um die Förderung bzw. Verbreitung der Wienermusik. So gingen von ihm die ersten Impulse zu dem Projekt "Wienermusik an den Schulen" aus, das versucht, jungen Menschen diese interessante Musikgattung näher zu bringen. Darüber hinaus trug er als unentgeltlich Mitwirkender bei zahlreichen von ihm organisierten einschlägigen Wienerliedveranstaltungen ebenso zum Erfolg des von der Stadt Wien unterstützten Wiener Volksliedwerkes bei.

Die Wienerlied-Szene verliert mit ihm einen herausragenden Musiker – und einen Menschen von seltener Bescheidenheit. Wir werden ihn sehr vermissen – unser Mitgefühl gilt seiner Familie,


Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny
„Mit seinem berühmten ‚Herrgott aus Staa' hat er eine Hymne an seinen Heimatbezirk Ottakring geschaffen. Nun ist der Herrgott des Wienerlieds selbst gegangen“, reagierte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny tief betroffen auf den Tod des Wienerliedurgesteins und Akkordeonvirtuosen Karl Hodina.

„Hodina war ein künstlerisches Multitalent, das seiner Kreativität als Komponist, Sänger, Maler und Architekt Ausdruck verlieh. Sein Herz schlug aber im besonderen Maße für die Musik. Dabei war er dem Wienerlied genauso verpflichtet wie der Erneuerung des Jazz, im Konzertsaal genauso zu Hause, wie beim Heurigen. Unermeßlich sind seine Verdienste um die Erhaltung und Entwicklung des verschütteten Wiener Liedgutes. Er hat das Reizvolle des Wienerliedes wiederentdeckt, die Neugierde für neue Interpretationen geweckt und mehr als eine Generation an Wienerlied-Musikern geprägt", so der Kulturstadtrat.

"Besonders traurig ist sein Ableben auch angesichts des in wenigen Tagen beginnenden Wienermusik-Festivals „Wean hean“, das Karl Hodina vor 18 Jahren gemeinsam mit Roland Neuwirth ins Leben gerufen hat und bei dem er immer gerne auf der Bühne stand. Die Stadt Wien würdigte seine Verdienste um das Traditionsliedgut der Bundeshauptstadt mit der Silbernen Ehrenmedaille, dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien und dem Goldenen Rathausmann", schloß Mailath.

Wir von daswienerlied.at schließen uns den zahlreichen Kondolenzen an und werden den Verstorbenen in Ehren halten.

Die Redaktion

Im pdf-Magazin "Österreich Journal" von Michael Mössmer ist im 2. Juni 2010 ein zweiseitiger Artikel zum 75. Geburtstag von Prof. Karl Hodina erschienen, den Sie hier lesen können (bitte auf das Bild klicken).








Trauerfeier und Beisetzung
Der liebe Verstorbene wird in der Aufbahrungshalle Wien - Ottakringer Friedhof (1160, Gallitzinstraße 5) aufgebahrt und am Freitag, den 7. April um 14:30 Uhr nach einer Trauerfeier auf demselben Friedof im Familiengrab zur letzten Ruhe bestattet werden.

Die Familie bittet - im Sinne des Verstorbenen – von Blumenspenden abzusehen, stattdessen wird um Geldspenden zur Unterstützung des Förderprogrammes junger Musiker beim Wiener Volksliedwerk gebeten. Diese können im Umfeld der Beerdigung abgegeben werden.

 

 

 

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erstellt am 25. 03. 17 © http://www.daswienerlied.at