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Wiener Klang: Mit Schwung ins 20. Jahr des Bestehens

Trotz winterlicher Temperaturen war es gesteckt voll bei der ersten Veranstaltung des Wiener Klang im Neuen Jahr. Dies war insofern sehr erfreulich, als es sich heuer zum zwanzigsten Mal jährt, dass der Verein von Pepi Nowak, Walter Horak sowie Luise Seitler gegründet worden ist. Ein voller Saal kann da nur als gutes Omen für die Zukunft des Vereins gewertet werden…

 v.l.: Laslo Kövi, Bernhard Viktorin, Juliette Khalil, Patrick Rutka und Klaus Peter Steurer 

 v.l.: Laslo Kövi, Bernhard Viktorin, Juliette Khalil, Patrick Rutka und Klaus Peter Steurer

Unter dem Titel "Jung und verliebt durch Wien" präsentierten sich Juliette Khalil und Bernhard Viktorin erstmals dem Publikum von Wiener Klang mit einem eigenen Programm. Unterstützt wurden sie dabei von Laslo Kövi am Klavier. Er begleitete nicht nur einfühlsam, sondern mit sehr viel Schwung und Liebe zum Detail. Auf so einem Klangteppich lässt es sich sehr gut musizieren. Das nützten die beiden Protagonisten zur Freude des Publikums hinlänglich aus.

Obwohl beide noch sehr jung an Jahren, können sie bereits auf zahlreiche Erfolge verweisen. Theater und Gesang hatten für Juliette Khalil schon immer einen hohen Stellwert. Bereits als Kind sang sie in der Wiener Staatoper im Kinderchor auch Solopartien. Ihr schauspielerisches Talent gepaart mit Musikalität und Stimme führte bereits während des Studiums u.a. zu Engagements als Eliza in My Fair Lady. Seit Herbst 2015 ist sie Ensemblemitglied der Volksoper und dort unter anderem als Papagena, als Klärchen im Weißen Rössl, als Ida in der Fledermaus etc. zu erleben. Bernhard Viktorin ist seinerseits Absolvent des Konservatoriums und kommt aus dem Bereich Musical. Große Erfolge konnte er in den Produktionen des Ronacher "Besuch der alten Dame" sowie "Sister Act" feiern. Auch auf zahlreiche Produktionen in der BRD und der Schweiz kann er verweisen.

Dass sich beide mit Verve und vielen neuen Gestaltungsideen nunmehr der Operette und dem Wienerlied widmen ist überaus erfreulich. Frischer Wind - teilweise Bekanntes etwas rhythmisiert - tut dem Wienerischen gut. Es gelang Ihnen durch wenige verbindende Worte eine Handlung zu kreieren, was dem Programm noch einen zusätzlichen Reiz verlieh. Sie bewiesen jedenfalls, dass so unterschiedliche Nummern wie "Meine Lippen die küssen so heiß", "Meine Mama stammt aus Yokohama" aber auch Schlager von Juhrmann wie z.B. "Verehrtes Fräulein Laura" durchaus mit Wiener Liedern wie "Das hat kein Goethe g´schriebn", "Wenn ich mit meinem Dackel" etc. zusammen passen können. Nummern von Robert Stolz und Ralph Benatzky komplettierten das Programm.

Neben den stimmlichen Vorzügen nützten beide auch die in den Liedern beinhalteten komödiantischen Möglichkeiten hinlänglich aus. Sie zogen das Publikum in ihren Bann und rissen es immer wieder zu Lachsalven und stürmischem Applaus hin.

Spannend und von besonderem Reiz war dann die Frage "Wie geht das jetzt zusammen mit dem Programm der 16er Buam?" Um es vorweg zu nehmen, es ging blendend.

Seit vielen Jahren sind die beiden Musiker Patrick Rutka und Klaus Peter Steurer immer wieder beim "Wiener Klang" zu Gast und ein Fixpunkt der guten wienerischen Unterhaltung. Dieses Mal übertrafen sie sich selbst. Wie fein differenziert, wie musikalisch hochwertig sie Bekanntes aber auch Werke aus eigener Feder wieder zu geben verstehen, das findet man nur mehr selten. Seit nunmehr 22 Jahren bereichern sie die Wienermusik mit ihren Darbietungen.

Neben neuen eigenen Kompositionen wie "Bisamberg" und dem unvermeidlichen "Mei Schatzerl is a Häuslfrau" erklangen auch das "Tröpferlbad", "a Schräge Wies`n am Donaukanal", aber auch Hodinas "Herrgott aus Sta", an den sich gleich kongenial ein Walzer von Schrammel anschloss. So hingebungsvoll, so wienerisch beschwingt hört man diese Musik selten interpretiert. Da konnte man fast eine Stecknadel fallen hören, so sehr war das Publikum von dem Gehörten in seinen Bann gezogen. Eine Vielzahl wunderbarer Lieder wäre noch zu nennen, was allerdings den Rahmen hier sprengen würde. Dass Klaus Steurer auch noch in der Lage ist durch manch witzige Zwischenbemerkungen das Publikum zum Lachen zu bringen, verleiht dem Auftritt dieser beiden Künstler noch einen besonderen Reiz.

"Die sollen alle bald wieder kommen" wünschte sich das Publikum nach der Vorstellung. Na ja es wird daran gearbeitet.

Bernhard Viktorin und Juliette Khalil – am Klavier Laslo Kövi

Bernhard Viktorin und Juliette Khalil – am Klavier Laslo Kövi

Die 16er-Buam Patrick Rutka und Klaus Peter Steurer 

Die 16er-Buam Patrick Rutka und Klaus Peter Steurer

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erstellt am 17. 02. 2016 © http://www.daswienerlied.at