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Erinnerungen an Josef "Pepi" Kaderka

Helga Kohl veranstaltete im Wiener Phonomuseum einen wunderschönen, nostalgischen Abend zu Ehren Josef „Pepi“ Kaderka. Begleitet wurde sie von den InterpretInnen Conny Sandera, Elisabeth Fellnhofer, Andreas Kainz und Sigi Preisz, am Klavier unser unermüdlicher Prof. Leopold Großmann und Kurt Nieratschker. Durch das Programm führte humorvoll Wolfgang Stanicek.

v.l.: Prof. Leopold Großmann, Conny Sandera, Sigi Preisz, Hedy Slunecko-Kaderka, Helga Kohl, Wolfgang Stanicek, Elisabeth Fellnhofer, Kurt Nieratschker und Andreas Kainz  

v.l.: Prof. Leopold Großmann, Conny Sandera, Sigi Preisz, Hedy Slunecko-Kaderka, Helga Kohl, Wolfgang Stanicek, Elisabeth Fellnhofer, Kurt Nieratschker und Andreas Kainz

Am 25. September 2015 fand in den schönen Räumen des Wiener Phonomuseums im 6. Bezirk, Mollardgasse 8, eine sehr gelungene Veranstaltung zum Gedenken an den vielseitigen, unvergeßlichen Textautor, Musiker und Maler Josef "Pepi" Kaderka statt.

Helga Kohl organisierte den Abend und war mit eigenen Vorträgen natürlich  dabei

Helga Kohl organisierte den Abend und war mit eigenen Vorträgen natürlich dabei

Die peniblen Vorarbeiten wurden von unserer sehr gerne gesehenen und gehörten Sopranistin Helga Kohl und mir in stunden- und tagelanger Arbeit geleistet: Wühlen in meinem umfangreichen Noten-und Tonträger-Archiven etc. Und der Erfolg spricht für sich! Es gab zwei schöne Schauvitrinen mit vielen Erinnerungen an "Pepi" mit Noten, Bildern und Fotos, Schnitzarbeiten, Auszeichnungen, seiner Original-Zither, Urkunden von Ehrungen u.v.m.

Auch der musikalische Teil brachte vollen Einsatz der Interpreten, mußten sie doch die alten, fast vergessenen Lieder einstudieren. Prof. Leopold Großmann transponierte viele Noten an die jeweiligen Tonlagen der KünstlerInnen angepasst. Mit einem Wort: viel, viel Vorbereitungsarbeit.

Mag. Dr. Wolfgang Stanicek  führte charmant durch den Abend

Mag. Dr. Wolfgang Stanicek führte charmant durch den Abend

Und dann war der Abend endlich da: unter der angespielten Melodie "I hab ka Angst ums Weanerliad" – Prof. Leopold Großmann begleitete auch weiter die Interpreten – traten alle KünstlerInnen vor den "Vorhang" und sangen gleich zum Einstieg "Hörts bei euch da g’fallt’s ma". Auch Kurt Niratschker begleitete bei einigen Liedern. Mag. Dr. Wolfgang Stanicek vom Institut für Musikwissenschaften begrüßte die Gäste, stellte alle Mitwirkenden vor und moderierte anschließend den Abend dann mit vielen heiteren Erlebnissen und kleinen Erzählungen aus Kaderkas Leben, meist zu der Entstehung des jeweils folgenden Liedes: Conny Sandera ("I hör die Musi gern“, M: Rudi Schipper), Helga Kohl („Einen Wiener kennst sofort…", M: Franz Grohner), Sigi Preisz („Die Fahrkarten nach Wien“, M: Lothar Steup), Elisabeth Fellnhofer („I hätt‘ a Frag an di“, M: Franz Grohner), Helga Kohl („Du gibst mir viel“, M: Felix Lee), Andreas Kainz, hauptberuflich erfolgreicher Arzt und in seiner Freizeit leidenschaftlicher Schauspieler und Interpret („Mein Vater ist ein Graf“, M: Bruno Hauer), Helga Kohl und Fellnhofer und Elisabeth im Duett („I hab halt a Faible für Ober St. Veit", M: Richard Czapek).

Elisabeth Fellnhofner

Elisabeth Fellnhofner

Helga Kohl und Prof. Felix Lee- er feierte am 9. September seinen 80. Geburtstag

Helga Kohl und Prof. Felix Lee- er feierte am 9. September seinen 80. Geburtstag

Conny Sandera – wie immer einfühlsam im Gesang

Andreas Kainz humorvoll  in vollem Einsatz

Andreas Kainz humorvoll in vollem Einsatz

Helga Kohl und Elisabeth Fellnhofer im Duett

Helga Kohl und Elisabeth Fellnhofer im Duett

Prof. Leopold Großmann - der unermüdliche Mann am Klavier - immer und überall im Einsatz

Prof. Leopold Großmann - der unermüdliche Mann am Klavier - immer und überall im Einsatz

Ein Dankeschön an Helga Kohl für den gelungenen Abend von Wolfgang Stanicek

Ein Dankeschön an Helga Kohl für den gelungenen Abend von Wolfgang Stanicek

Nach dem ersten Teil spielte Dr. Kurt Krapfenbauer alte Singles, wie z.B. "I hab ka Angst ums Weanerliad", gesungen von unserem unvergeßlichen Walter Heider, beigleitet von den "Wienerwald Schrammeln"; "Wann im Leb’n amol Halbzeit ist" – gesungen von und in Erinnerung an Heinz Conrads, begleitet von Teddy Windbolz und seinem Orchester; "Der Sheriff von Arkansas", gesungen von Peter Alexander (als er noch nicht der "Große Peter Alexander" war, trat er im Theater Colosseum im 14. Bezirk in der Schanzstraße auf, wo heute der ÖAMTC-Stützpunkt zu finden ist. Und schon damals hörte man in seinem Vortrag schon den Übermut und Schwung und die wunderbare Stimme. Er sang noch zwei Lieder von Kaderka „Wenn geschlossen - bitte läuten“ und „Die kleine Mansarde“. Dann ertönten zwei Kaderka-Lieder, die er selbst getextet und gesungen. Man erkennt ihn kaum, aber trotzdem ist es eine schöne, heitere Erinnerung: "Die automatische Kreuzung" (Charly Combo) und "Die Radioreparatur" (Charly Mezera mit seiner Combo).

Zum Abschluß hörte man noch seine Originalstimme, mit der er sich von seinen Zuhörern verabschiedet. Auch Wolfgang Stanicek verabschiedete sich und alle Mitwirkenden, anschließend gab es ein kleines Buffet, es gab viele anerkennende Worte, mit einem Satz gesagt: Danke an alle! Danke auch an Klara Fauland vom einst beliebten Duo Klara und Kurt Fauland, Prof. Gertrude Kisser und Prof. Felix Lee sowie Gerhard Greisinger von der Zeitung "Wienerlied aktuell" für ihr Kommen!

Ich glitt auf einer Welle der Erinnerungen durch diesen für mich persönlich sehr schönen und wertvollen Abend! 

 

 

 

Text und Fotos: HSK

 

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erstellt am 03. 11. 2015 © http://www.daswienerlied.at