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60er von Charlotte Ludwig und weitere Geburtstage

Gestaltet und moderiert von Erich Zib
Rundfunk-Erstausstrahlung: 10. 12. 2017 / Dauer: 55 min

 

 

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Wir gratulieren

Charlotte Ludwig

zum 60. Geburtstag

Roland Smetana

Charlotte Ludwig (Foto: Peter Korrak)

Ihr musisches Talent hat Charlotte Ludwig von ihren Eltern mitbekommen, war doch ihre Mutter Mundartdichterin, ihr Papa war Tenor. Neben einer Klavierausbildung am Konservatorium in jungen Jahren stand sie schon in der Volksschule als "Margaritelein, das immer fröhlich lacht" auf der "Bühne".

Später lernte sie durch ihren Vater zahlreiche SchauspielerInnen kennen und wollte eine von ihnen werden - Vater wollte aber, daß sie "was G´scheites" lernen soll. Bei Heurigenbesuchen mit der Familie hörte sie Wiener Lieder, die sie lernte und schließlich selbst sang.

Sie entschied sich für die Hotelfachschule, sang aber zum Hobby immer weiter und nahm auch Unterricht. Als Reiseleiterin in Griechenland und Zypern trat sie bei "Griechischen Abenden" auf und bot dort griechische Volkslieder. Im Winter war sie arbeitslos und sang in diversen griechischen Lokalen in Wien, z.B. im Restaurant Rhodos in der Kaiserstraße und verdiente sich so Essen und Drinks.

Im Karaokeclub Austria, dem sie gleich nach seiner Gründung im Jahr 1980 beitrat, lernte sie viele Balladen und aktuelle Hits, gewann zahlreiche kleine Singwettbewerbe in Diskotheken und Clubs und wurde 2003 österreichische Karaokemeisterin.

2013 begann sie mit einer Gesangsausbildung bei Tatjana Aton, die ihr Wienerlieder und Couplets vorstellte. "Ein einschneidendes Erlebnis für mich war, als meine Lehrerin bei -Mei Muaterl war a Weanerin- Tränen in den Augen hatte und mir sagte, daß ich sie so berühre." Damals entschied sie sich für das Wienerlied und auch dafür, dieses nicht nur als Hobby zu singen, sondern daraus einen Beruf zu machen und damit aufzutreten - was sie sehr erfolgreich tut.

Am 19. Dezember - an ihrem 60. Geburtstag - hat ihr Kabarett- und Liederabend Premiere im Orpheum. Und er ist bereits ausverkauft (weitere Informationen dazu gibt es hier >).

2018 bringt sie gemeinsam mit der Pianistin und Sopranistin Angela Kiemayer ein neues Programm zum 100. Geburtstag von Cissy Kraner.

Liebe Charlotte, wir wünschen Dir alles Gute!

Die Redaktion.


Wir gratulieren

Herbert Schöndorfer

zum 65. Geburtstag

Roland Smetana

Herbert Schöndorfer (Foto: daswienerlied.at)

Am 4. Dezember feiert Herbert Schöndorfer seinen 65. Geburtstag. Er ist ein hochgeschätzter, allseits gefragter Musiker in der Wienerliedszene, Begleiter vieler bekannter Interpreten und ein Virtuose am Akkordeon. Als Partner von Christl Prager, Walter Heider, Marika Sobotka, Horst Chmela u. s. w. fand er schnell Anschluss in diesem Genre. Aber er liebt und beherrscht auch andere Musikrichtungen brillant und aus dem FF. Er spielte und spielt in vielen Formationen, wie zum Beispiel bei den „Vienna Schrammeln“, in den 80er Jahren im „Vienna Trio“ mit Lothar Steup und Rudi Koschelu und auch im Duo mit Franz Horacek oder Franz Zimmer, um nur einige zu nennen. Die „Weinbuttenboogiebuam“ mit Oliver Gruen und Manfred Chromy und die „Neuen Schrammeln“ tragen seine Handschrift.

1992 gab es einen Abend im Moulin Rouge mit Aniko Benkö und Judy Archer, auch bei „Blues & More“ war er dabei und bei dem köstlichen „Trio Schmähparade“. Aus seinem Tonstudio kommen CDs in bester Qualität und auch als Komponist ist er erfolgreich tätig. Viele schöne Melodien stammen aus seiner Feder.

Lieber Herbert wir wünschen Dir aus ganzem
Herzen alles Gute und noch viel Freude mit der Musik.

Die Redaktion.


Hannes Patek ist gestorben

28. Juli 1941 bis 15. Oktober 2017

Hannes Patek

Hannes Patek (© daswienerlied.at)

Sicher hat man Hannes Patek nicht voraussagen können, dass er einer der besten und populärsten Conférenciers und Entertainer Österreichs werden sollte. Doch schon in der Schule verstand es Hannes meisterhaft seine Lehrer zu imitieren. Bei jeder Schulfeier hatte er die Lacher auf seiner Seite. Während seiner Lehrzeit als Schriftsetzer lernte er Hannes Schlader kennen, der für seine Band Hannes Eger und seine Sweet Boys einen Conférencier suchte. In einem Lokal im 2. Wiener Gemeindebezirk verdiente sich Hannes nunmehr seine ersten Sporen als Humorist, Ansager und Sänger. Bald konferierte er Nachwuchskonzerte und seine Parodien bekannter Filmschauspieler ließen die Fachwelt aufhorchen. Er wurde als Wiens jüngster Conférencier auch einer der meistbeschäftigten und wurde - noch während seiner Lehrzeit - für eine dreimonatige Tournee mit Hazy Osterwald verpflichtet. Dann aber sprach der Herr Papa ein Machtwort - Hannes musste seine Lehre beenden.

1960 bekam er von dem renommierten Jugendclub "Akropolis" das Angebot, die Programme zusammenzustellen und zu moderieren. 1961 wechselte Hannes Patek in den Albert-Sever-Saal in Ottakring, um dort in einem wesentlich größeren Rahmen den Star Club Wien zu gründen, der damals der größte und erfolgreichste Jugendclub Österreichs wurde. Noch im selben Jahr erfolgte der erste Fernsehauftritt in der Sendung "Hallo Teenager". Aufgrund seines Erfolges und seines schon guten Namens gelang es Hannes große Künstler in den Star Club zu lotsen. So gaben Udo Jürgens, Gus Backus, Ted Herold, Mike Roger, Renate Kern und Peter Rubin Gastspiele, die besten Bands Europas spielten regelmäßig auf und Stars wie Gina Lollobrigida, Caterina Valente, Toni Sailer, Martin Lauer und Jane Mansfield gaben sich ein Stelldichein. 1968 verabschiedete sich Hannes von seinem treuen Wiener Publikum und ging für 5 Jahre nach Deutschland, um dort in kürzester Zeit zum Discotheken-Entertainer Nr. 1 zu werden. Er verwendete als erster Unterhaltungskünstler ein Halbplayback als Musikbegleitung und war so der Wegbereiter einer neuen Ära. Viele Schlagersänger danken es ihm noch heute. Es gab damals kaum einen der großen Stars, mit denen Hannes Patek nicht zusammenarbeitete.

Im Sommer arbeitete er während dieser Zeit stets im Schloßhotel Velden, wo er dank seiner großen Routine fünf erfolgreiche Jahre vor internationalem Publikum reüssierte. Damals spielte er auch in fünf Filmen der Wörthersee- Produktionen von Carl Spiehs in kleineren Rollen mit und lernte stets neue der großen Stars kennen und schätzen, die ihn dann auch wiederholt für ihre Tourneen verpflichteten.

1973 schossen die Volksfeste wie Pilze aus dem Boden und Hannes wurde zu einem der meistbeschäftigten Zelt-Unterhalter. Mit seinem Kollegen und Freund Michael Tala galt er als erfolgreichster Fest-Entertainer, was ihn auf zahlreichen Tourneen und Schiffskreuzfahrten um die halbe Welt führte.

Seit drei Jahren gestaltet Hannes gemeinsam mit Mandy von den Bambis jeden Montag und Dienstag die Evergreen-Abende in der Wiener Tenne, die für alle Unterhaltungssuchende in Wien der absolute ‚Hammer' sind.

Durch seine Vielseitigkeit als Sänger, Parodist, Humorist und Präsentator braucht sich der heute 52-jährige Entertainer um seine nächste Zukunft keine Sorgen zu machen. Im Sommer ist wieder eine Gastspiel-Tournee durch die Fremdenverkehrszentren in Kärnten geplant und im Herbst zieht es Hannes wieder nach Deutschland.

Alles in allem kann man sagen, daß Hannes Patek ein erfülltes Künstlerleben hinter sich und ganz bestimmt noch viele, viele erfolgreiche Veranstaltungen vor sich hat.

Wir werden ihn in guter Erinnerung behalten!

Die Redaktion

Dieser Lebenslauf entstand nach einem Interview von Robert Wiaderni mit Hannes Patek 1994.
http://club-austria.at/ Danke dafür!


Vladimir Skal ist gestorben

am 14. Oktober 2017

Hannes Patek

Vladimir Skal (© Sissi Gaidos)

Vladimir Stejskal, in der Wienerliedszene als Vladimir Skal bekannt, verstarb nach langer, schwerer Krankheit am 14. Oktober 2017 im Alter von 69 Jahren. Seine Familie übersiedelte 1965 von Pelh?imov in Südböhmen nach Wien, wo er das Gymnasium beendete und ein Musikstudium am Wiener Konservatorium begann und erfolgreich abschloss.

Als Chorsänger und Solist trat Vladimir in vielen europäischen Ländern auf. Eine Tournee führte ihn sogar bis nach Japan. Viele Bass Arien gehörten zu seinem Repertoire.

In der Wienerliedszene war er immer ein gern gesehener und gehörter Gast. In vielen Wienerliedvereinen und auch bei "Gaidos um 3" ist er mehrmals aufgetreten und hat immer das Publikum mit seinen Liedern begeistert. Sein größtes Engagement widmete er lebenslang der tschechischen und slowakischen Minderheit in Wien, in welcher er als Kulturreferent des Akademischen Vereins an Regie und Organisation von Kulturveranstaltungen und Konzerten, sowie von historischen Vorträgen leitend beteiligt war. Als Lehrer verhalf Vladimir internationalen Sängern zur richtigen Aussprache in tschechischen Opern, z.B. in der Oper "Aus einem Totenhaus" von Leoš Janá?ek. Er war auch Mitveranstalter der Adventkonzerte in der St. Johannes Nepomuk Kapelle im 9. Bezirk, wo er auch wohnte.

Die persönlichen Informationen stammen auszugsweise aus der Verabschiedungsrede von Mag. Dr. Helena Klein-Watrycz vom Begräbnis am 15. November 2017.

Unser Freund Vladimir Skal, seine wunderbare Bass Stimme und sein Lieblingslied "Als Büblein klein an der Mutterbrust" wird uns immer in Erinnerung bleiben.

Wir werden ihn in guter Erinnerung behalten!

Walter Gaidos


Walter Kramer ist gestorben

22. Juli 1938 bis 13. Oktober 2017

Walter Kramer

 

Walter Kramer (© daswienerlied.at)

 

 

 

Der Sänger, Komponist und Textautor Walter Kramer ist am Freitag, dem 13. Oktober 2017, von uns gegangen. Er war gelernter Koch, später Küchenchef bei Unilever – sein Herz gehörte aber der Musik. So wurde er auch als singender Fernsehkoch berühmt.

Bereits mit im Alter von sieben Jahren spielte er mit seinem Klavierlehrer im Wiener Konzerthaus, gründete 1956 ein Sextett, trat 1961 erstmals in der Wiener Stadthalle auf und besuchte von 1961 bis 1963 das Wiener Konservatorium (Harmonielehre, Kontrapunkt).

Besonders beliebt waren seine Auftritte bei Modeschauen, später folgten seine Auftritte im Fernsehen, wo er als Koch und als Sänger auftratt.

Er hat mehr als 100 Musiktitel geschrieben, wobei sein bekanntestes Werk "A klane Mundharmonika" war. Es gibt zahlreiche Tonträger mit seiner sehr angenehmen Stimme, vor allem mit dem Louis Quinett Trio.

Mir persönlich war Walter Kramer ein äußerst lieber Freund, der immer wieder zu meinen Veranstaltungen gekommen ist und dort mit seinem Gesang die Gäste begeistert hat. Leider durfte er nicht einmal 80 Jahre alt werden.

Lieber Walter, wir behalten Dich als Person und Deine Musik immer in Erinnerung

Dein

Erich Zib


Wir gratulieren

Franz Horacek

zum 70. Geburtstag

Roland Smetana

Franz Horacek (Foto: daswienerlied.at)

Franz Horacek erhielt von 1963 bis 1967 Gitarreunterricht in der Musikschule Brigittenau der Musiklehranstalten der Stadt Wien, danach Privatunterricht. Dann nahm er an einem weiterbildenden Workshop für Kontragitarre teil, um von 1980 bis 1986 Kontrabaß- sowie Ensembleunterricht in der Musikschule Alsergrund der Musiklehranstalten der Stadt Wien

In seinen Jugendjahren hatte er zunächst Engagements in diversen Jugendbands als Gitarrist, seit 1975 tritt er als professioneller Musiker bei diversen Heurigen, Auftritten im In- und Ausland, Tourneen auf. Dazu zählen zum Beispiel . China, Japan, die Philippinen, Deutschland, Luxemburg. Auch sorgte er für die musikalische Umrahmung diverser Wien-Bälle im Ausland wie in Sofia, Prag, Budapest, Athen, Peking, Shanghai oder Tokyo.

Ab 1983 stand er unter Dienstvertrag beim Heurigen "Mayer am Pfarrplatz" als Kontragitarrist und ab 1985 als Bühnenmusiker bei der Produktion "Dreimäderlhaus" im Raimundtheater.

Ein Jahr darauf begann seine Laufbahn als Komponist und Textautor und hat bisher 38 Werke bei AKM angemeldet.

Neben der Mitgründung des Ensembles "Trio Wien" (Wien Swing, 2001), der Gründung des "Wi-Ensemble" (2011) und der "Gybsy Musik" ( 2014) ist er dort anzutreffen, wo es um gute Wienermusik geht, aber nicht nur: "Meine Auffassung liegt nicht nur in der traditionellen Interpretation der Wienermusik, sondern in der unverwechselbaren jazzigen und swingenden Stilrichtung. Es ist mein Bestreben, auch junges Publikum durch einen anderen Zugang zum Wienerlied zu führen:

Das Wienerlied ist Unterhaltungsmusik und hat für annähernd jede Lebenssituation eine passende Geschichte: traurige, lustige, sozialkritische, sentimentale und Liebes-Liederbis hin zu den G'stanzeln, zu denen es unzählige lustige Texte gibt. Bestimmte alte Wienerlieder werden auch modern gespielt, indem der Rhythmus verändert wird und das Lied so einen neuen Sound bekommt", so Franz Horacek.

Lieber Franz, wir wünschen Dir alles erdenklich Gute!

Die Redaktion.


Sie sind herzlich eingeladen, an der Erhaltung dieses so wertvollen Kulturgutes mitzuhelfen. An dieser Stelle wollen wir uns bedanken bei Hedy Slunecko-Kaderka, Tochter und Bewahrerin des umfangreichen Werkes von Josef "Pepi" Kaderka, die das Zustandekommen dieser Seiten tatkräftig unterstützt. Dank auch unserem Erich Zib für die gute Zusammenarbeit und der Redaktion der Wienerlied-Zeitung »Das Wienerlied« (vormals "Der liebe Augustin) für die Überlassung von dort erschienenen Beiträgen über das Wienerlied!

Für die weitere internationale Verbreitung des Wienerliedes setzen wir auch unser "Österreich Journal" ein. Dies ist ein Nachrichtendienst für deutschsprachige Radio- und Printredaktionen außerhalb des deutschsprachichen Raumes, um unsere Landsleute und an Österreich Interessierte im Ausland über das Geschehen in unserer Heimat zu informieren.

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